260103_Portrait

Willkommen!

Schön, dass Du da bist. Meine Name ist Boxy. Ich schreibe und singe deutschsprachige Songs – irgendwo zwischen Popchanson und Jazzpop. Der Apfel ist mein aktuelles Mini-Album. Hör gerne mal rein.

About Boxy Kupfer

Schön, dass du da bist. Mein Name ist Boxy. Ich bin in einem Dorf im Vogelsberg aufgewachsen. Meine Eltern spielen beide Instrumente und ich habe als Kind Klavier und Orgel gelernt. Aber dass ich angefangen habe, selbst Songs zu schreiben, kam eher durch Zufall: Ich hatte im Kino „Gripsholm“ gesehen, wo Jasmin Tabatabei „Sie, zu ihm“ singt. Ich habe versucht, mir das Lied zu merken und es zuhause aufgenommen, aber als ich später meine Version mit der aus dem Film verglichen habe, stellte ich fest, dass mein Lied ganz anders war und ich aus Versehen meinen ersten Song geschrieben hatte. Das hat mir Mut gemacht, mich durch Musik auszudrücken.

Nach der Schule habe ich in Weimar Architektur studiert und nebenbei immer Songs geschrieben. Meistens waren sie eher melancholisch. Nach der Uni zog ich nach Berlin und fand dort Freunde, die auch Musik machen und mit denen ich zum ersten Mal in einer Band gespielt habe. Wir hatten viele tolle Auftritte – auf Hochzeiten, Festivals (Reclaim the Pionierrepublik und andere), in Kulturfabriken, in Kneipen und beim Abend der Begegnung auf einer großen Open-Air-Bühne an der Französischen Straße. Parallel machte ich mit Gur als Duo Musik. Wir spielten schöne intimere Konzerte. Aus der Phase stammt „Der Apfel und andere Geschichten“.

Aber wie das so ist mit Ende zwanzig: Alles ist in Bewegung. Manche von uns gründeten Familien, neue Musikprojekte entwickelten sich, Leute zogen weg, wir probten weniger und schließlich lösten die Bands auf.

Ich hatte auch einfach auf zu vielen Hochzeiten getanzt. Da waren die Musik, mein Brotjob und Berlin und so ein Hunger, alles zu erleben. Irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich vergrub mich in meiner Wohnung und machte außer Arbeiten nichts mehr.

Ein Monat verging, zwei Monate, nach drei Monaten nahm ich die Gitarre und schlug mein Notizbuch auf, aber mir fiel nichts ein. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben eine Schreibblockade. Und das Schlimmste daran war, dass die wenige Energie, die ich noch hatte, für einen Job draufging, den ich nicht mal mochte. Also reichte ich die Kündigung ein.

Danach kratzte ich meine Ersparnisse zusammen und fuhr nach Korsika, wo ich meinen Mann kennenlernte. Wir reisten spontan gemeinsam weiter. In die Slowakei, nach Ungarn, Polen, ins Allgäu und den Schwarzwald, ins Erzgebirge und an die Ostsee. Unterwegs schrieb ich die ersten neuen Lieder. Nach der Reise war auch klar: Berlin ist Geschichte. Wir zogen nach Hamburg und ich fing an, viele neue Songs zu schreiben.

Meine Musik ist heute fröhlicher, nicht mehr nur sad, sondern happy-sad. Die Songs drehen sich darum, unterwegs zu sein, weil das Reisen mich aus meinem Loch geholt hat. Es geht um Verwandlung, weil ich gelernt habe, dass es manchmal erst abwärts gehen muss, damit es danach richtig bergauf geht.